Keine Annäherung der Parteien im Streit um Schottergrube

Von: www.nachrichten.at
Abgeschlossen werden konnte gestern nach zwei Tagen ein Teil der Verhandlungen rund um das geplante Schotterwerk in Pichling. Die Emotionen gingen hoch – Anrainer und Betreiber konnten sich nicht annähern.


Anrainer bei LH Pühringer

 

Weiter wachsender Widerstand auf der einen, die Forderung nach einem rechtsstaatlichen Verfahren auf der anderen Seite. Annäherung gab es in den vergangenen beiden Tagen, in denen nach dem Mineralrohstoffgesetz (MinRoG) der Schotterabbau nahe dem Pichlinger See verhandelt wurde, keine. Nach wie vor sind zentrale Fragen ungeklärt. Auch das Naturschutz-Gutachten muss überarbeitet werden.

 

„Ich habe die Stadt ersucht, das Naturschutz-Gutachten zu ergänzen und neu einzureichen“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider (SP). Ein Punkt, die Auswirkungen eines Schotterwerkes auf den Erholungswert, sei nicht berücksichtigt worden, so Haider. Erst mit einem vollständigen Gutachten könne ein Bescheid zum Naturschutz erlassen werden.

Zu wenig Staubschutz

 

Parteikollege und Linzer Planungsstadtrat Klaus Luger sieht die Position der Stadt, die das Projekt verhindern will, durch ein weiteres Gutachten gestützt. Dieses besagt, dass die geplanten Maßnahmen gegen Staubbelastung – ein bepflanzter Erdwall – zu gering seien. Um das Naherholungsgebiet Pichlinger See ausreichend zu schützen, müsse die Bepflanzung etwa acht Jahre angewachsen sein.

 

Was aber Projektbetreiber Harald Glisic nicht als Problem sieht: Das Gutachten sei von kleinen Pflanzen ausgegangen, er werde jedoch vier Meter hohe Bäume setzen.

 

Die Anrainer konnten in den Verhandlungstagen nicht von dem Projekt überzeugt werden. Sie überreichten gestern Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) 5000 Unterschriften gegen den Schotterabbau.


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