![]() |
LINZ / Der Schrank mit Auszeichnungen und Medaillen des Rollstuhlsportlers Christoph Etzlstorfer wird schon wieder um ein weiteres Exemplar erweitert. Der 43 jährige Paralympic Goldmedaillenträger von 2004 wurde vom deutschen Fachmagazin “Fitness Tribune” mit einem Preis ausgezeichnet. Über seine eigene langjährige sportliche Laufbahn hinaus wurden damit auch seine Aktivitäten als Trainer und Referent zu den Themen Erfolg und Motivation gewürdigt. würdigt. "Der Preis ist für mich nicht so wichtig, weil aus dem Kleinbereich Behindertensport, sondern aus dem viel größeren Gebiet der allgemeinen Fitness stammt", ist Etzlstorfer stolz.
Handbike ist seine große Leidenschaft
Momentan bereitet sich der Rennrollstuhl und Handbikefahrer, der seit seinem 17. Lebensjahr nach einem Turnunfall querschnittsgelähmt ist, auf der Los-Angeles-Marathon in drei Wochen vor. Im Sommer folgt dann die Weltmeisterschaft in Frankreich. Beide Wettbewerbe wird er mit dem Handbike hinter sicch bringen. “Das Handbikefahren gewinnt eine immer größere Anhängerschaft. Es ist eine boomende Sportart”, erzählt der achtmalige Paralympic-Medaillengewinner.
Nach den Erfolgen in der Vergangenheit lässt es der wahrscheinlich bekannteste Behindertensportler Österreichs dises Jahr lockerer angehen. “Das Training macht mir noch extrem Spaß und ich probiere immer wirder neue Methoden, aber ich sehe den Sport nicht mehr so verkrampft”, so Etzlstorfer.
Paralympics das letzte große Ziel
Ein großes Ziel hat der Handbike-Weltrekordler in seiner Klasse aber noch vor sich: “Die Paralympics 2008 in Peking werdern noch einmal etwas Besonderres.” Mit einer Titelverteidigung könnte sich der Linzer dann getrost auf seine Trainer- und Referententätigkeit konzentrieren. Dass sich der ewigtrainierende Vollblutathlet jedoch wirklich auf dies beschränken kann, ist nur schwer vorstellbar.