Von: nachrichten.at
LINZ. 3000 Menschen wohnen in der Solar-City in Linz-Pichling. 1000 dieser Bewohner sind jünger als 19 Jahre. Doch für Jugendliche bietet der Musterstadtteil zu wenig.


 

„Beim Thema Jugend war man in der Solar-City nicht vorbildlich. Für die Jugend gab’s nur leere Versprechungen.“ So drastische Kritik wurde kürzlich bei einer Diskussion im Seelsorgezentrum Elia in der Solar-City laut.

Kein Jugendklub

 

Der Soziologe Peter Arlt hatte den Linzer Stadtentwicklungsdirektor Gunter Amesberger eingeladen. Der ist einer der besten Kenner der Solar-City, war als Koordinator beim Bau des Stadtteils tätig.

 

Für die Jugend werde es im Sportpark Pichling bald gute Angebote geben, erwiderte Amesberger auf die Kritik. Auch Streetworker des Vereins Jugend&Freizeit sind im Einsatz. „Viel zu wenig“, kam gleich der Einwand.

 

Ursprünglich war in dem mit großem Aufwand geplanten Musterstadtteil ein Jugendklub vorgesehen. Den gibt es nicht. „Dann gab es die Idee, einen Container für Jugendliche aufzustellen“, berichtete der Stadtentwicklungsdirektor. Jetzt gibt es im Seelsorgezentrum Räume für Jugendliche. „Die sind viel zu selten geöffnet“, gab es bei der Diskussion Kritik.

 

Sogar Befürchtungen, dass die Solar-City (wie andere Satellitensiedlungen) sozial kippen könnte, gibt es schon. Da sei vorgesorgt, sagt der Stadtentwicklungsdirektor: „Durch die Aufteilung in Miet-, Mietkauf- und Eigentumswohnungen sowie durch die Arbeit der Sozialverwaltung.“

Zu wenig zum Einkaufen

 

Unzufriedenheit wurde in der Diskussion auch über die Versorgung in der Solar-City laut: „Wer hier wohnt, hat kein ausreichendes Angebot zum Einkaufen. Gleichzeitig stehen in der Solar-City Geschäftslokale leer, weil die Mieten zu hoch sind.“


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