![]() |
"Ich bin schockiert über die Dreistigkeit dieser Einbrecher, schließlich haben wir alle oben geschlafen", sagt Susanne Atzlesberger (37) mit Schaudern. Der oder die Täter müssen sehr leise gearbeitet haben. Sogar der Hund hatte nur einmal kurz angeschlagen. "Erst beim Frühstück entdeckte ich das Loch unter dem noch verriegelten Fenstergriff." Der Schaden war gering. Es wurde nur wenig Bargeld entwendet.
Erst am Morgen entdeckt
Anders bei Schwiegermutter Ria Atzlesberger (66), die gleich nebenan wohnt. "Als ich gegen halb elf nach Hause kam, hatte ich ein eigenartiges Gefühl." Das angelehnte Fenster im Esszimmer und die Sägespäne am Fensterbrett hat auch sie erst am nächsten Morgen entdeckt.
Das Loch wurde provisorisch mit einer Schraube verschlossen. Eine Mini-Alarmanlage zur Sicherung des Fensters hat sie jedoch sofort anbringen lassen. "Die zwitschert jetzt so laut, dass ein Eindringling künftig sicher das Weite suchen wird", sagt Atzlesberger zuversichtlich.
"Ich würde ein anderes Mal doch lieber gleich die Polizei anrufen", sagt Rias Nichte Birgit Paulik. Die Familie wohnt nur ein paar Straßen weiter. "Es war 4.25 Uhr", so die 39-Jährige. "Ich war mit meiner kleinen Tochter allein zu Hause." Sie war von einem kratzenden Geräusch wach geworden, vermutete dahinter jedoch die Katze. "Ich machte Licht, ging aber nicht hinunter." Das dürfte die Einbrecher vertrieben haben, die auch hier gezielt nach Bargeld suchten. Auch Familie Paulik hat bereits einige Fenster mit einer Mini-Alarmanlage gesichert. "Wir denken jetzt jedoch an die Anschaffung eines hochwertigen Alarmsystems", sagt die geschockte Mutter.
"Fünf Einbruchsfälle nach genau diesem Muster wurden uns in dieser Nacht gemeldet", heißt es aus der Sicherheitsdirektion Linz. Hinweise auf den oder die Täter gibt es noch keine. "Angebohrte Holzfenster, geringe Bargeldbeute, kein Sachschaden. Wir stehen vor einem Rätsel." (msp)