![]() |
Begründung für den ablehnenden Bescheid: Das geplante Schotterwerk habe zahlreiche gravierende Auswirkungen auf Menschen und Umwelt.
Der Perger Unternehmer Harald Glisic, der das Schotterwerk betreiben will, nimmt den Bescheid nicht widerspruchslos hin: „Da berufen wir. Das wird noch eine heiße Debatte. Das Schotterwerk liegt ja nicht am Pichlingersee, sondern nördlich davon. Da ist der Bahndamm dazwischen.“ Über die Berufung muss dann das Land entscheiden.
Zu viel Feinstaub
Die Stadt Linz begründet ihre Ablehnung unter anderem damit, dass die vorgesehenen Maßnahmen zusätzliche Feinstaub-Belastung in einem Umkreis von 300 Metern nicht verhindern würde. Zudem, so der städtische Bescheid, würde der Schotterabbau der Raumplanung wiedersprechen.
„Das Gebiet ist als Grünland ausgewiesen, in dem ausschließlich landwirtschaftliche Nutzungen und Aufforstungen vorgenommen werden dürfen“, sagen die Linzer Umweltreferentin Vizebürgermeisterin Christiana Dolezal und Planungsstadtrat Klaus Luger (beide SP). Weiters seien die vorgesehenen Wege und Straßen für den Transport nicht geeignet und würden notwendige Wegerechte fehlen. Beim Betrieb des Schotterwerks seien täglich 80 Fahrten von 20-Tonnen-Lkw zu erwarten. Grundsätzlich gelte, so Dolezal und Luger: „Das öffentliche Interesse an ungestörtem Naherholungs- und Naturraum steht vor dem betrieblichen Einzelinteresse.“
Weitere Verfahren
Das Land hat für das Schotterwerk mittlerweile zwei positive Bescheide – Wasserrecht und Raumplanung – ausgestellt. Negativ ist hingegen der forstrechtliche Bescheid derStadt Linz. Noch nicht entschieden ist das naturschutzrechtliche Verfahren. Unternehmer Glisic hat um eine Fristverlängerung angesucht: „Ich bringe da noch ein Gutachten.“ (gsto)