Schotterwerk Pichling wackelt. Betreiber will Stadt Linz klagen

Von: Herbert Schorn, OÖN
Knalleffekt bei der Verhandlung für das geplante Schotterwerk in Pichling: Die Stadt Linz habe ihm die bereits zugesagte Genehmigung, ihren Grund als Zufahrt zu verwenden, entzogen - behauptet Betreiber Harald Glisic. Er will nun klagen.


Das Schotterwerk liegt nahe dem Pichlinger See und einem Naturschutzgebiet.



Mit der Ruhe für Badegäste könnte es bald vorbei sein.

 

Mehr als hundert besorgte Anrainer aus Asten und Pichling kamen gestern zur Verhandlung. Sie befürchten massive Lärm- und Staubbelästigung durch den geplanten Abbau von jährlich 120.000 Tonnen Schotter auf einer Fläche von 80.000 Quadratmetern nahe des Pichlinger Sees. Außerdem erregen die rund 40 LKWs , die täglich zum und vom Schotterwerk fahren werden, den Unmut der Bewohner.

 

„Grundwasser steigt“
Manfred Carrington vom Verein „Lebensqualität Pichling“ warnt vor weiteren Auswirkungen: „In ganz Pichling wird das Grundwasser steigen, weil das Material, mit dem die Grube wieder befüllt wird, nicht mehr wie der Schotter wasserdurchlässig ist.“

Die Verhandlung selbst wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. Sie brachte für Betreiber Harald Glisic eine unangenehme Wendung: „Die Stadt hat die zugesagte Genehmigung, ihren Grund für als Zufahrt zu verwenden, zurückgezogen“, berichtet er. Damit ist das Projekt gefährdet. „Wir sind ja nicht im Kasperltheater“, macht sich dessen Anwalt Wolfgang List Luft. „Ich fordere die Stadt auf, sich rechtskonform zu verhalten.“ Andernfalls droht List mit einer Klage.

 

„Keine Zustimmung“
Diese Drohung lässt den zuständigen Stadtrat Johann Mayr (SP) kalt. Besagtes Schriftstück sei bloß eine Verfahrenszustimmung gewesen, nicht eine Zustimmung als Grundstückseigentümer. In diesem Dokument sei ausdrücklich festgehalten, dass die Stadt Linz damit „nur ein Ingangsetzen des Behördenverfahrens“ ermöglichen wolle, damit der Betreiber mit den Planungen beginnen könne.

 

So ein Chaos!
Die Schottergrube ist offenbar kein Problem für Badegäste und Natur.
Das Verfahren um die geplante Schottergrube in Pichling ist für die Anrainer zum vollkommen undurchsichtigen Durcheinander geworden. Während der Betreiber beteuert, alle Planungsschritte in Abstimmung mit den zuständigen Landes- und Stadt-behörden durchgeführt zu haben, betont die Stadt wiederum, schon seit langem gegen das Projekt zu sein. Diese Aussage wiederum ruft den Projektbetreiber auf den Plan, der sich aufgrund einer wacklig formulierten Verfahrenszustimmung der Stadt in Planungssicherheit wähnte.

Auf der Strecke bleiben dabei die Anrainer, die zwischen zig Umplanungen und zahllosen Gerüchten den Überblick verloren haben. Und wer kann ihnen auch erklären, dass eine Schottergrube, zu der täglich mindestens 40 – wenn nicht gar 120 – Lkw rattern, scheinbar bedenkenlos neben einem Badesee und einem Naturschutzgebiet entstehen kann?

 

Schotterwerk Pichling: Jetzt steigen Astner auf Barrikaden
Schon vor der Verhandlung nach dem Mineralrohstoffgesetz am Montag gehen die Wogen hoch. Astner Anrainer der geplanten Schottergrube in Pichling haben einen Anwalt eingeschaltet.
„Es wundert uns schon sehr, dass Wasserrechts- und Naturschutzverfahren durchgegangen sind“, sagt Michael Poduschka. Neben der Gemeinde Asten vertritt der Anwalt 29 Bewohner, die jetzt auf die Verhandlung nach dem Mineralrohstoffgesetz setzen. Wobei es unter anderem um die Emissionen gehe. Und hier sieht er Chancen: „In rechtlicher Hinsicht bin ich der Meinung, dass der Schotterabbau nicht genehmigt werden dürfte, da dieser keineswegs emissionsneutral ist.“
Denn dann dürfte es zu keinerlei Beeinträchtigungen von Badegästen oder Anrainern kommen – und das sei bei einem solchen Projekt gar nicht möglich. Einem Projekt, das, wie berichtet, nördlich des Pichlinger Sees auf 80.000 Quadratmetern Schotterabbau vorsieht.

Womit auch der Bürgermeister der dort angrenzenden Gemeinde Asten gar keine Freude hat. „Ich frag’ mich wirklich, was sich die Linzer dabei denken, 180 Meter vom Pichlinger See so etwas zuzulassen“, sagt Reinhold Schreier. Er vermute, dass über kurz oder lang die rund 40 Schotter-Lkw täglich durch Astner Gebiet rollen werden. Und das werde man sich auf keinen Fall gefallen lassen.

„Kann Sorge abnehmen“
Eine Sorge, die Projektleiter Harald Glisic den Astnern mit der Vorstellung eines Verkehrskonzeptes nehmen will. „Die Lkw fahren auf die Industrieparkstraße und dann auf die B1.“

 


naughtyblogxxx.comFemale dominationFlashbit porn hi-defporn.comjavfan.netTSRawTube.com/onlyscatfan.comtushypornhd.com