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Statt einer zwölfklassigen Hauptschule bekommt die Linzer solarCity Pichling, wie berichtet, aufgrund der großen Nachfrage 2007 ein 24-klassiges Realgymnasium. Die aktuell 58 Neuanmeldungen für die ersten beiden Klassen dürften auch auf die triste Situation in der desolaten Ebelsberger Hauptschule 23 zurückzuführen sein. Die VP fordert die Errichtung einer Hauptschule.
Inzwischen machen solarCity-Mieter aber gegen das geplante Gymnasium mobil: Sie fühlen sich schon jetzt gestört und schlagen ernsthaft als Schulstandort die Kaserne Ebelsberg vor - um ihre "Lebensqualität" zu schonen.
(Quelle: Krone, vom Mittwoch, 20. April 2005)
Anrainerproteste gegen geplantes Gymnasium im Linzer Süden
LINZ. Nicht lange währte die Begeisterung über den Bau einer höheren Schule im Linzer Süden. Schon hat sich eine Protestbewegung von Anrainern in der Solar City gebildet. Die Linzer VP dagegen fordert eine Hauptschule.
Bis vor wenigen Tagen schien noch alles in bester Ordnung. "Ich bin davon ausgegangen, dass die Bevölkerung den Bau des Gymnasiums im Süden gutheißt", so der Linzer Planungsstadtrat Klaus Luger (SP). Das war ein Irrtum. Mit einem Brief wandten sich nun Anrainer der zukünftigen Schule an Bürgermeister Franz Dobusch (SP) und weitere Stadtpolitiker.
"Wir bitten zu bedenken, dass der Neubau eines Gymnasiums mitten in ein mit Kleinkindern belebtes Wohnviertel doch für große Belastung in vielerlei Hinsicht sorgt", heißt es in dem Brief. Erhöhtes Verkehrsaufkommen, Schüler auf den Spielplätzen, Müllablagerungen, Sachbeschädigungen und Trampelpfade durch ihre Grünflächen fürchten die Bewohner der Solar City.
Von den Politikern wünschen sich die Anrainer, den Standort für das Gymnasium nochmals zu überdenken. "Es gäbe im Süden von Linz bestimmt noch andere geeignete Grundstücke", argumentieren die Briefschreiber und schlagen unter anderem das Kasernen-Gelände in Ebelsberg vor. Dabei sei man gar nicht grundsätzlich gegen einen Schulbau. Eine Hauptschule allerdings würden ausschließlich Pichlinger besuchen, wogegen in ein Gymnasium Kinder aus anderen Gemeinden kämen.
Verschon' mein Haus ...
"Es geht nach dem Motto: 'Macht's was wollt's, aber nicht bei uns.' Gegen diese Einstellung ist das Floriani-Prinzip noch freundlich", ärgert sich der Linzer Planungsstadtrat. Eine Umplanung komme nicht in Frage, weil das Projekt ohnehin nur in kleinen Punkten von der ursprünglich geplanten Hauptschule abweiche. "Ich verwehre mich dagegen, dass angeblich keiner vorher etwas gewusst hätte." Eine Schule und Turnsäle seien immer geplant gewesen. (res)
Hauptschulwunsch
Eine Hauptschule wünscht sich die Linzer VP im Süden der Landeshauptstadt. Das geplante Realgymnasium sei ein wichtiger Bestandteil des Bildungsangebotes, eine Hauptschule aber sei für Facharbeiter ein Sprungbrett am Beginn der Karriereleiter, so Klubobmann Thomas Stelzer. Das Fehlen eines zeitgemäßen Hauptschulangebotes wäre daher eine "Besorgnis erregende Lücke".
(Quelle: OÖN, 20.04.05)
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