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Dies geht aus einem Bericht des Kontrollamts der Stadt Linz hervor. In dem derRundschauexklusiv vorliegenden Dokument heißt es wörtlich: "Aufgrund der enorm steigenden Baukosten und der entsprechenden Angebotsergebnisse wurden die Ausschreibungen einiger Gewerke aufgehoben und nochmals ausgeschrieben. ... Dadurch ist das Projekt ein halbes Jahr in Verzug." Laut Papier soll die Fertigstellung Ende 2009/Anfang 2010 sein. Die Bewohner sollen im Frühjahr 2010 einziehen.
200 betreubare Wohnungen zu wenig in Linz
Hochbaureferent und Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft GWG, die das Haus errichtet, Johann Mayr (SP): "Der aktuelle Baukostenindex zeigt ein Wachstum bei den Baukosten. Das bekommen auch wir zu spüren." Der Spatenstich für das Projekt erfolgte noch pünktlich am 7. Juli. Das Seniorenzentrum Pichling soll nach Fertigstellung 64 Pflegeplätze haben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp neun Millionen Euro. Diese werden laut Prüfbericht nicht überschritten, obwohl die Kostensituation "von Beginn an angespannt" sei. Auf der Fläche des Seniorenzentrums entstehen darüber hinaus 25 betreubare Wohnungen.
Nicht nur beim Zentrum in Pichling, auch bei der Schaffung betreubarer Wohnungen hinkt Linz hinterher. Das Land stellte im Oktober 2007 eine Bedarfsprognose auf: 2010 muss Linz 590 betreubare Wohnungen zur Verfügung stellen. Nach Abschluss aller derzeit geplanten Bautätigkeiten wird es nur 386 betreubare Wohnungen geben - über 200 zu wenig. Damit liegt die Stadt auch unter der Bedarfsprognose des Landes von November 2006: Damals waren 472 betreubare Wohnungen vorgeschrieben.