Unklare Rechtsfragen erschweren Christ-Start

Von: Josef Lehner, OÖN
Die Wiener Ring International Holding (RIH) lädt für morgen zu einer Pressekonferenz, weil ihr der Neustart mit der vor einem halben Jahr gekauften Linzer Christ Lacke Probleme bereitet.


 

„Neustart nur bei Rechtssicherheit möglich“, schreibt Gernot Dolezal, Vorstand der RIH und der Christ Lacke GmbH Neu in Linz-Ebelsberg, in der Einladung zur morgigen Pressekonferenz.

 

Vom Mitgeschäftsführer Walter Rinner habe sich die neue Christ Lacke GmbH getrennt, schreibt Dolezal. Der Linzer Rechtsanwalt war von den Vorbesitzern vor Jahren als Sanierer eingesetzt worden. Er ist damit beschäftigt, das komplizierte alte Christ-Geflecht, das einst aus rund zwei Dutzend Firmen bestand, zu liquidieren.

 

Keine Mitarbeiter

 

Auslöser für Rinners Abgang war, dass die Christ Lacke Neu im September zwar die Gehälter der rund 70 Angestellten, nicht jedoch jene der 50 Arbeiter bezahlte. Die OÖN haben exklusiv berichtet. Alle Mitarbeiter befinden sich in der Christ Lacke Personalleasing Gesellschaft, die nicht der RIH gehört. Die Leasingfirma soll mit ihrem Auftraggeber Christ Neu noch immer Differenzen haben.

 

RIH hat ja nur das am Markt erfolgreiche Produkt Christ Lacke gekauft und erzeugt dieses in Ebelsberg nicht nur mit firmenfremden Mitarbeitern, sondern auch mit Maschinen, die ihr nicht gehören, in einem Gebäude, das ihr nicht gehört und auf einem Grundstück, das ihr nicht gehört. Eigentümer sind Banken bzw. Leasing-Töchter von Banken.

 

Zu RIH gehört der international erfolgreiche Erzeuger von Ringbuch-Einlagen. RIH besitzt auch die Wiener Lackfabrik Rembrandtin, woraus Synergien mit Christ Lacke entstehen.


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