![]() Fundament im Bombentrichter ![]() "Bombensonde" ![]() Ein Fund: Deutscher Stahlhelm |
(linz.at, 18.04.2006) Durch dieses Umspannwerk und die Schaffung von 2,2 Kilometer Kabeltrassen ist es möglich, die 110 kV-Leitung, die derzeit oberirdisch in der Nähe der solarCity verläuft, künftig unterirdisch zu führen. Das Umspannwerk dient auch der Verbesserung der Versorgungssicherheit im Süden des Großraums Linz.
Die Vorteile für die BewohnerInnen der Sonnenstadt sind optische Verbesserungen durch den Wegfall der Hochspannungsmasten und bedeuten auch weniger elektromagnetische Abstrahlungen („Elektrosmog“). Die Grabungsarbeiten für die neue Kabeltrasse, in der drei voneinander getrennte 110 Kilovolt-Kabelsysteme untergebracht werden, beginnen Mitte August und werden in drei Etappen bis Jänner 2007 durchgeführt. Die neue unterirdische Stromschiene beherbergt Leitungen der Linz Strom und des Verbunds.
Die Stromleitungen werden unter der Erde ausgehend von der Traunau um den Weikerlsee bis zum Hochwasserschutzdamm und anschließend entlang des Damms bis zum neuen Umspannwerk geführt. Da die Grabungen vorwiegend im Grünflächenbereich erfolgen, kommt es zu keinen Verkehrsbehinderungen.
Jener Abschnitt, der im Bereich des Weikerlsees liegt, wird erst Ende September in Angriff genommen. Der sommerliche Bade- und Freizeitbetrieb wird dadurch nicht gestört.
Doch nicht nur, dass das neue Umspannwerk den Schönheitsfehler am Weikerlsee korregieren soll: Zukünftig wird es auch die Stromverteilung für das neue Projekt solarCity II übernehmen. Es ist zwar ungewiss, wo und wann die neuerliche Stadterweiterung relaisiert werden soll, doch dass es die Neuauflage geben wird, ist so gut wie fix.
Bombenstimmung auf der Baustelle
Ein pikantes Detail am Rande: Das Fundament des Umspannwerkes steht direkt in einem Bombenkrater aus dem 2. Weltkrieg. Es ist sogar eine deutsche Firma anwesend, die mit Detektoren nach weiteren Relikten sucht. Doch es bleibt ein ungutes Gefühl bei den Arbeitern: Die Hochspannungsleitungen können zu Messungenauigkeiten führen. Das Leitwerk einer Bombe wurde bereits gefunden.
Man warnt auch die Bevölkerung: Im Raum Pichling (wie auch in der Nähe aller anderen damaligen Angriffsziele) liegen nach wie vor jede Menge Explosivstoffe begraben. Besonders FLAK-Granaten zählen zur besonderen Gefahr (in unserem Raum existierten mehrere Batterien (Posch, Mönchgraben, Autobahntrasse). Es versteht sich von selbst, dass solche Funde nur von Fachleuten des Entschärfungsdienstes behandelt werden dürfen.