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Mit einem finanziellen Zuckerl für Häuslbauer will die Linzer ÖVP der Stadtflucht begegnen. Vizebürgermeister Erich Watzl will Bauern etwa in Ebelsberg oder Pichling vorschlagen, derzeitiges Grünland (Wert ca. 10 Euro pro Quadratmeter) in Bauland (ca. 120 Euro) umzuwidmen. Die Landwirte müssten sich im Gegenzug verpflichten, dass sie im Falle eines Kaufinteressenten nicht mehr als 120 Euro pro Quadratmeter verlangen.
Watzl weiter: "Diese Gründe müssen privaten Käufern vorbehalten sein und dürfen nicht an Wohnbaugenossenschaften verkauft werden.“
Josef Duschanek, Gast- und Landwirt in Pichling, sagt zum Watzl-Vorschlag „Ja, aber...“ Er könne sich sehr wohl vorstellen, gewisse Grundstücke um 120 Euro je Quadratmeter herzugeben, andere (jene in besserer Lage) aber nicht.Schließlich könne man in Pichling für Baugründe auch 150 Euro lukrieren.
Erich Watzl sieht darin kein Problem:“Wenn ein Landwirt mehr Geld will, kann er das ja am freien Markt versuchen. Ein Gespräch ist jedenfalls einen Versuch wert.“
Planungsstadtrat Klaus Luger (SPÖ) will’s indes gar nicht versuchen: „Zeigen Sie mir bitte einen Bauern, der aus Wohltätigkeitszwecken seinen Baugrund günstiger hergibt. Bei 120 Euro zuckt der nicht einmal mit der Achsel, weil er ja auch 200 Euro bekommen kann.“
Luger sieht im Watzl-Vorschlag eine „Basarphilosophie“, die er wie folgt erklärt: „Nur dann, wenn du deinen Grund um 120 Euro verkaufst, wird er in Bauland umgewidmet.“ Außerdem gäbe es etwa auch in Urfahr potentielle Gründe. Nur kosten die von 290 bis 600 Euro pro Quadratmeter (etwa am Pöstlingberg). Luger: „Und da soll die öffentliche Hand helfen, privaten Hausbau zu erleichtern. Da krieg’ ich feuchte Augen.“
Quelle: Helmut Atteneder in: LINZER RUNDSCHAU, Nr. 19 – 11. Mai 2005
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