![]() Das altbenannten „Brunnaderfeld“ (rot markiert) wo event. noch reichliche Schottervorkommen im Untergrund ruhen. ![]() |
Rund 120.000 Tonnen Schotter will, wie berichtet, ein Perger Unternehmer jährlich beim Pichlinger See abbauen. Anfang der Woche begutachteten Beamte des Magistrats das Areal jenseits des Bahndammes.
"Es dürfte keine gravierenden Probleme geben, auch wenn es nahe dem Natura2000-Schutzgebiet liegt", sagt die für Umweltangelegenheiten zuständige Vizebürgermeisterin Christiana Dolezal.
Sie sei trotzdem keine Befürworterin des Projektes: "Alle reden davon, dass in zehn Jahren, wenn der Abbau abgeschlossen ist, dort ein schönes Gebiet entsteht. Nur: Zehn Jahre sind eine lange Zeit."
"Kann nicht unterstützen"
In dieser Zeit seien Menschen und Erholungsgebiet belastet, sagt die Vizebürgermeisterin. "Als Umweltreferentin kann ich ein solches Projekt nicht unterstützen." Das Vorhaben müsse noch in einigen Details geprüft werden.
Der oberösterreichische Umweltanwalt hält den Schotterabbau auf einer Fläche von etwa 80.000 Quadratmetern allerdings für bewilligungsfähig. "Ja, es liegt nahe dem Natura2000-Gebiet. Aber es hat dazu Prüfungen gegeben", sagt Martin Donat.
Projekte dieser Art brächten immer Einschnitte. Allerdings seien Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen und der Transport über die Betriebsbaugebiets-Aufschließungsstraße vertretbar.
Damit es für Anrainer möglichst wenig Beeinträchtigung gibt, könnten aber noch Maßnahmen gesetzt werden, so Donat.
Archiv vom 18.01.2008 - Seite Nachrichten
Firma will jährlich 120.000 Tonnen Schotter bei Pichlinger See abbau
Schon im Herbst könnte mit Schotterabbau beim Pichlinger See begonnen werden, so der Projektleiter. Die Stadt ist davon aber noch nicht überzeugt.
VON RENATE SCHIESSER
"Ich gehe davon aus, dass wir die Genehmigungen erhalten", sagt Wolfgang List. Der Rechtsanwalt ist Projektleiter der Schottergrube, die auf der anderen Seite des Westbahndammes geplant ist. Das Wasserrechtsverfahren sei sehr konstruktiv verlaufen. Und auch was den Naturschutz betrifft, ist der Umweltrechtsexperte zuversichtlich. Wenn alles laufe wie geplant, könnte es schon im Herbst losgehen.
Hohe Auflagen gesetzt
"Wir haben uns selbst extrem hohe Auflagen gesetzt, haben das Projekt so ausgearbeitet, dass für Fauna und Flora keine Nachteile entstehen, sondern es sogar Verbesserungen gibt", so List.
Das Grundwasser sei sicher kein Thema. Wohl aber, dass die Grube nahe am Natura-2000-Gebiet gelegen sei. "Auch diesbezüglich haben wir Maßnahmen gesetzt." Unter anderem soll es speziellen Frosch- und Vogelschutz geben.
Die Stadt Linz, die das Naturschutzverfahren abwickelt, sieht allerdings noch Hürden. "Das werden sich die Experten gut anschauen müssen", so Stadtrat Klaus Luger (SP). Staubbelastung, Luftverschmutzung, Verkehrsaufkommen und Grundwasser sind für ihn sehr wohl noch Thema.
Täglich rund 40 Lastwagen
Rund 120.000 Tonnen Schotter will der Perger Unternehmer
Harald Glisic pro Jahr auf 80.000 Quadratmetern hinter dem Bahndamm beim Pichlinger See abbauen. Der Schotter soll nicht behandelt oder gelagert, sondern sofort abtransportiert werden. Dafür werden täglich an die 40 Lkw benötigt.
Archiv 25. 10. 2006: Perger plant Schotterwerk in Pichling
Nicht nur die Pläne der Florianer-Bahn-Gesellschaft zur Anbindung an die ÖBB-Trasse quer durch den Grüngürtel versetzt Pichling in Unruhe. Auch ein Konzept zum Schotterabbau wurde jetzt wieder aus der Lade geholt.
Die Idee ist nicht neu. Das Projekt war schon vor Jahren betrieben worden - dann aber vorübergehend in der Lade verschwunden. Aus der es jetzt wieder hervorgeholt wurde. Ein Perger Unternehmer streckte bereits seine Fühler aus und sprach in den vergangenen Wochen mit den Grundeigentümern. Für den Schotterabbau nördlich des Pichlinger Sees, jenseits der Westbahn, benötigt er rund 90.000 Quadratmeter.
Die zusammenzubekommen, dürfte allerdings kein einfaches Unterfangen werden. "Ich jedenfalls werde keinen Grund hergeben", sagt einer der Eigentümer. "Lärm und Verkehr werden dadurch auf jeden Fall mehr in Pichling. Und das so nah am Siedlungsgebiet - da halte ich nichts davon." Auch ein anderer Grundbesitzer winkt ab: "Ich bekomm' die Straßenbahn vor die Tür. Da brauch' ich nicht auch noch ein Kieswerk."
Projekt auf Prüfstand
Die Stadt stehe der Idee "objektiv" gegenüber, sagt Planungsstadtrat Klaus Luger (SP). Unter bestimmten Auflagen wäre ein derartiges Projekt denkbar, müsse aber natürlich eingehend geprüft werden. "Gerade die Sache mit dem Grundwasser darf man sicher nicht so locker sehen." An der Verkehrslösung solle es jedenfalls nicht scheitern.
Der Perger Unternehmer wollte sich zu seinen Plänen nicht äußern.
Kiesabbau auf 90.000 Quadratmetern
Auf rund 90.000 Quadratmetern wäre nördlich des Pichlinger Sees, jenseits der Westbahn, das Projekt "Schotterabbau Schwaigau" geplant. Als problematisch könnten sich dabei die Nähe zum Natura-2000-Schutzgebiet und mögliche Auswirkungen auf das Grundwasser erweisen. Das müsse auf jeden Fall eingehend geprüft werden, heißt es aus dem Büro von Umwelt-Landesrat Rudi An-schober (Grüne).
Quelle: RENATE SCHÜRZ, OÖN vom 25.10.2006