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Immer häufiger kommt es zu Problemen zwischen Alt und Jung in der Sonnenstadt. Mangels Alternativen skaten die Jungen zwischen Häusern und lagern auf Plätzen. "Schön langsam verhärten sich die Fronten. Höchste Zeit, dass etwas passiert", schlägt Thomas Wimmer von der Cafeteria Leonardo Alarm. Dabei hat er Verständnis für die Jungen: "Man merkt, dass sie nicht böswillig sind - denen ist einfach nur total fad. Es gibt ja hier nichts für die Jugendlichen."
Fad ist dem 14-jährigen Dijan und seinen Freunden ein paar Block vom Lunaplatz entfernt zwar nicht - dass sie sich immer auf dem Kinderspielplatz treffen müssen, finden sie aber auch nicht cool.
"Wo sollen wir denn hin?"
"Vom Weikerlsee sind wir vertrieben worden, ins Volkshaus dürfen wir nicht mehr. Jetzt bauen sie uns auch noch den Fußballplatz zu", beschweren sich die Jugendlichen. "Was wir bräuchten, ist ein Jugendzentrum. Wo sollen wir sonst hin, wenn das Wetter schlecht wird?"
Ein Problem, das auch Streetworker wie eine dunkle Wolke über der Sonnenstadt auftauchen sehen: "Die Jugendlichen brauchen Plätze und einen Treffpunkt bei Schlechtwetter", sagt Johann Aichinger, der im Auftrag der Stadt in der solarCity unterwegs ist. Wenn nichts unternommen werde, seien Konflikte kaum zu vermeiden.
Die sind schon ausgebrochen. "Das geht bis zu Pöbeleien und Handgreiflichkeiten", sagt ein Sonnenstädter. "Da muss etwas getan werden - man hat bei der Planung auf die Jugend vergessen."
Vergessen habe man nicht, widerspricht Planungsstadtrat Klaus Luger (SP). Es gäbe aber verschiedene Überlegungen, welche Angebote man schaffen könnte. Sein Favorit: Ein Sportzentrum. "Ich glaube, das kommt besser an als ein Jugendklub", so der Stadtrat.
~Wenn nichts unternommen wird für die
Jugendlichen, sind Konflikte sicher.~
Johann Aichinger
Streetworker Ebelsberg/solarCity
vom 27.09.2005