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„Jetzt im Sommer ist es nicht das Problem. Da treffen sich die Jugendlichen am Weikerlsee oder im Sportpark. Wenn der Herbst kommt, fängt das Theater wieder an", fordert Wolfgang Raab, Obmann der Offenen Kulturinitiative Pichling-solarCity, ein Jugendzentrum. Grund: Seit Ende März bleibt den Streetworkern in der solarCity nur noch ein Büro, weil der Vertrag für einen angemieteten Jugendraum in der dortigen Pfarre ausgelaufen ist. Raab hat nun eine Unterschriftenaktion im Stadtteil gestartet. „An die 400 Personen haben schon unterschrieben. Wir werden das Thema auch bei der Parade am 1. Mai auf das Tableau bringen", kündigt Raab an. Vor zwei Jahren hatte der Linzer seine Vorschläge für ein Jugendzentrum beim Weikerlsee bei der Stadt eingebracht, blitzte damit aber ab.
Anfrage im Gemeinderat
Ein Problem, dem sich nun die Linzer Grünen widmen wollen. Sie planen eine Anfrage an die zuständige Sozialstadträtin Ingrid Holzhammer (SPÖ) im nächsten Gemeinderat. „Wir fordern ein Jugendzentrum, das durchaus im Bereich des Sportparks angesiedelt werden könnte", sagt Grünen-Jugendsprecher Severin Mayr: Gerade in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit müsse der Jugend Orientierung gegeben werden. Mayr: „Ein Jugendzentrum dient ja nicht nur dem Spaß und der Unterhaltung der Jungen." Mit der Anfrage wolle man auch genaue Daten zur Jugend-Situation in der solarCity von der Sozialstadträtin und Informationen über die Finanzierung der Jugendzentren. Je nach Ergebnis wolle man dann die Initiative ergreifen.
Stadtrat Klaus Luger (SPÖ) setzt sich - in Vertretung von Holzhammer - gegen die Vorwürfe zur Wehr: „Das Jugendzentrum ist Thema. Es laufen derzeit Gespräche mit dem dortigen Eltern-Kind-Zentrum, wo Räumlichkeiten für die Jugend durchaus situiert werden könnten. Räumliche und zeitliche Kapazitäten sind vorhanden."