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Geplant war, bei einem öffentlichen Verfahren am kommenden Montag und Dienstag im Volkshaus Pichling alle ausstehenden Bereiche zu verhandeln. Daraus wird nun nichts. Denn das Naturschutz-Gutachten, das das Schotterwerk positiv beurteilt hatte, ist ungültig. Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider (SP) habe in seiner Funktion als zweite Instanz des Verfahrens das Gutachten beeinsprucht, sagt Planungsstadtrat Klaus Luger (SP): „Im Gutachten werden nur drei von vier gesetzlich vorgeschriebenen Punkten behandelt.“ Die Bereiche Tier, Mensch und Landschaft seien ausgearbeitet, das Thema Erholung fehle. Die Folge: Das Gutachten muss zurückgezogen und der fehlende Punkt nachgereicht werden. „Das kann sich locker bis in den Sommer hineinziehen“, vermutet Luger.
Autor des Gutachtens ist Friedrich Schwarz, der als Leiter des Botanischen Gartens Angestellter des Magistrats Linz ist. Er verfasste das Gutachten in seiner Funktion als Naturschutz-Beauftragter des Landes für den Großraum Linz. Wer für den Rest des Gutachtens nun beauftragt wird, ist noch nicht klar. „Wir haben uns ohnehin gewundert, dass das Gutachten derart positiv ausgefallen ist“, sagt Luger.
FP: Bio-Obst statt Schotter
Die Verhandlungen nach dem Forstrecht und dem Mineralrohstoffgesetz (MinRoG) werden trotzdem wie geplant am Montag und Dienstag durchgeführt. Vor allem beim MinRoG-Verfahren rechnet sich Luger große Chancen aus, das Schotterwerk zu verhindern. Dabei werden Allgemein- gegenüber Einzelinteressen abgewogen. Es gebe genügend Schotterwerke im Großraum, daher fehle das öffentliche Interesse.
In Stellung bringt sich unterdessen die FP, die in den kommenden Tagen mittels Flugblatt-Aktion die Pichlinger Haushalte über ihre Position zum Schotterwerk informiert. Vorgeschlagen wird darin statt des Projekts eine „biologisch geführte Landwirtschaft“. FP-Gemeinderat Robert Hauer stellt sich vor, auf den Feldern Obst und Gemüse anzubauen: „Zur Erntezeit könnte dann jeder kommen, ein paar Münzen in eine Box werfen und sich Obst und Gemüse selbst vom Feld holen.“