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Hoch gingen gestern die Emotionen im Volkshaus in der Solar-City. Rund 60 Anrainer verfolgten die Verhandlung nach dem Mineralrohstoffgesetz (MinRoG) zur geplanten Schottergrube nahe dem Pichlinger See. 17 Polizisten standen bereit.
„Es waren wesentlich mehr Besucher angekündigt. Und bei der letzten Verhandlung kam es zu Aggressionen. Deshalb sind wir angefordert worden“, so ein Polizist.
Hoch gingen die Emotionen auch dieses Mal. Zufahrt, Naturschutz, Anrainerschutz – viele Fragen sind für die Bewohner von Pichling und Asten-Raffelstetten offen. Sie haben Ende vergangener Woche auch eine Unterschriftensammlung an Parlamentspräsidentin Barbara Prammer (SP) übergeben, um eine Änderung des Mineralrohstoffgesetzes zu erwirken.
„Wir haben direkt daneben ein Naturschutzgebiet, wo man nicht einmal mit dem Rad reinfahren darf. Aber Schotter darf abgebaut werden?“, so ein Anrainer erbost. Auch Cowboymuseum-Betreiber Hans-Jörg Ratzenböck, besser bekannt als „Fatsy“, hat Bedenken. „Wir kennen die Staubproblematik vom Bahnausbau. Das ist unerträglich. Wenn hier das Schotterwerk kommt, müssen wir wahrscheinlich aufhören.“
Betreiber Harald Glisic und sein Team dagegen betonen, dass das Projekt in etlichen Punkten verbessert worden sei. Sowohl Anrainer als auch Umwelt würden entsprechend geschützt.
Überraschend gab es eine positive mündliche Stellungnahme des Landes: Die Schottermengen im Raum Linz würden nur noch für wenige Jahre reichen. Die Stadt Linz hatte bisher argumentiert, es würde kein zusätzliches Schotterwerk benötigt.